Neue Herausforderungen für die Schorfheider Feuerwehr

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Nach zweimaligem coronabedingtem Ausfall fand am 14. Januar 2023 wieder die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schorfheide statt. Rund 80 Feuerwehrleute von den Ortswehren Finowfurt, Lichterfelde, Altenhof, Eichhorst, Werbellin, Groß Schönebeck und Klandorf trafen ich dazu in der Gaststätte „Omas Speisekammer“ in Lichterfelde, um Bilanz für das Jahr 2022 zu ziehen und einige Ehrungen und Beförderungen vorzunehmen. Das Feuerwehr-Motto „Hilfe leisten zu jeder Stunde“ galt dabei auch an diesem Abend, denn ausgerechnet während sowie kurz nach der Versammlung wurden die Finowfurter und Eichhorster Kameradinnen und Kameraden zu Einsätzen wegen eines Verkehrsunfalls in Finowfurt und eines umgestürzten Baumes auf der Straße zwischen Eichhorst und Gut Sarnow alarmiert.

Zu Beginn der Versammlung hatte Gemeindebrandmeister Christian Seeger zunächst den Feuerwehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft, aber auch deren Familien für ihr Verständnis gedankt. Nach den Corona-Einschränkungen der Jahre 2020 und 2021 sei im vergangenen Jahr wieder etwas Normalität in das Feuerwehrleben eingekehrt. Insgesamt konstatierte der Gemeindebrandmeister eine positive Entwicklung bei der Schorfheider Feuerwehr. Entgegen dem bundes- und landesweiten Trend sei die Zahl der Aktiven in der Einsatzabteilung sogar gestiegen. Aktuell gibt es in den Ortswehren insgesamt 202 aktive Feuerwehrleute, davon sind 33 Frauen.

Allerdings hat sich auch die Zahl der Einsätze gegenüber den Vorjahren erhöht. So standen für die sieben Ortsfeuerwehren insgesamt 358 Einsätze zu Buche, davon 44 Brandeinsätze und 313 Technische Hilfeleistungen, zum Beispiel bei Verkehrsunfällen oder naturbedingten Einsätzen. Allein bei den Stürmen "Ylenia" und "Zeynep" im Februar mussten die Feuerwehrleute zu 170 Einsätzen ausrücken. Besonders herausfordernd waren auch der Gebäudebrand im März in Finowfurt, der Strohballenbrand im April in Finowfurt und der Scheunengroßbrand im Juli in Groß Schönebeck.

Effektive Brandbekämpfung und Hilfeleistung erfordern freilich auch entsprechende Technik und Ausrüstung. Auch hier gab es weitere Verbesserungen, beispielswiese mit der Indienststellung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF 20) in Finowfurt, eines neuen Waldbrand-Tanklöschfahrzeuges (TLF-W BB) in Groß Schönebeck oder der Übergabe der neuen Texport-Einsatzbekleidung für mittlerweile 120 Feuerwehrleute.

Schorfheides Bürgermeister Wilhelm Westerkamp betonte in seinen Grußworten, dass angesichts der steigenden Einsatzzahlen auch weiterhin nachhaltig in Ausrüstung und Technik investiert werden müsse, um auf die neuen Herausforderungen vorbereitet zu sein. „Die Feuerwehr steht ebenso wie die Bildung mit an erster Stelle“, sagte er und kündigte weitere Investitionen an. Dazu gehören unter anderem die Anschaffung eines Mannschaftstransporters für die Lichterfelder Feuerwehr und eines Einsatzleitwagens. Noch in diesem Jahr sollen zudem alle Feuerwehrleute mit der neuen Texport-Einsatzbekleidung ausgerüstet sein. Zudem sei in Lichterfelde der Grundstücksankauf für den Bau einer neuen Feuerwache beschlossen. Nach den Worten des Bürgermeisters ist die Wertschätzung der Feuerwehren in der Gemeinde generell gestiegen. Dies zeige sich auch daran, dass die Gemeindevertretung den aktualisierten Gefahrenabwehrbedarfsplan ohne größere Diskussionen beschlossen hat.

Positives konnte anschließend auch Gemeindejugendwart Stephan Wrase berichten. Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2021 konnten die Kinder- und Jugendwehren zum Jahresende 2022 erfreulicherweise wieder 89 Mitglieder zählen. Das seien sogar mehr Mitglieder als vor der Pandemie. Ermöglicht wurde dies durch die engagierte Arbeit der Jugendwarte in den Ortswehren. Neben den Veranstaltungen und regelmäßigen Ausbildungen innerhalb der Ortwehren, wurden für den Feuerwehrnachwuchs auch wieder gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt, wie der Wettkampftag in Klandorf, der 24-Stunden-Dienst im September, ein Ausflug ins FunJump Bernau sowie die Jahresabschlussveranstaltung der Jugendwarte.

Wie bei solchen Anlässen üblich gab es auch Ernennungen, Ehrungen und Beförderungen. So ernannte Bürgermeister Wilhelm Westerkamp den Lichterfelder Sven Biederstedt offiziell zum Brandschutzerzieher. Zu Hauptfeuerwehrmännern wurden Jeaneau Franke aus Lichterfelde und Niclas Schweidler aus Werbellin befördert. Die Medaille für Treue Dienste in Gold (40 Jahre) erhielt Andreas Weiler aus Lichterfelde, die Medaille für Treue Dienste in Bronze (20 Jahre) bekam Kay Tiemann aus Altenhof.

Eine "Überraschungsehrung" nahmen schließlich noch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrbandes, Marcus Swierczinski, und sein Stellvertreter Oliver Bleck vor. In Anerkennung der Verdienste um den Aufbau und die Förderung des Feuerwehrwesens im Landkreis Barnim zeichneten sie Gemeindebrandmeister Christian Seeger mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Barnim in Silber aus.

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