Schorfheider sind Preisträger im Europa-Wettbewerb 2018

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Der Schorfheider Ortsteil Groß Schönebeck ist seit dem 22. September 2018 offiziell Träger des „Europäischen Dorferneuerungspreises 2018  für ganzheitliche, nachhaltige und mottogerechte Dorfentwicklung von herausragender Qualität“. Eine 25-köpfige Delegation war vom 20. bis 22. September nach Fließ in Nordtirol gereist, um die Auszeichnung im Rahmen des „Europäischen Festes der Regionen“ entgegen zu nehmen. Insgesamt hatten sich 23 Teilnehmer aus ganz Europa an dem Wettbewerb Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung beteiligt, von den 13 in die höchste Preiskategorie eingestuft wurden.

In Groß Schönebeck sei es gelungen, einen radikalen Wandel durch kreative, innovative und stark gemeinschaftliche Projekte unter Einbeziehung aller Gruppen im Dorf zu bewältigen und ein neues positives Lebensgefühl zu verbreiten, heißt es unter anderem in der Einschätzung der Jury, die Anfang Juni dieses Jahres in Groß Schönebeck war. Während der Veranstaltung in Tirol gab es die Gelegenheit, mit den Jurymitgliedern ins Gespräch zu kommen. Dabei gab es noch einmal ausdrückliches Lob für die Projekte und Aktivitäten in den vergangenen Jahren. „Viele kleine Perlen machen in Groß Schönebeck eine schöne Kette“, betonte Jurymitglied Peter Schawerda aus Österreich und erwähnte dabei unter anderem die Verbindung zwischen Jagdschloss, Waldschule, Kita und Schule. Ein weiteres Highlight seien zudem die Aktivitäten des Willkommensteams für Flüchtlinge und das Projekt „Garten der Nationen“. Hier werde die Offenheit der Groß Schönebecker für Neues und Andersartiges spürbar.

 Zu dem „Fest der Dörfer“ in Nordtirol waren rund 1.000 Gäste aus den europäischen Wettbewerbsgemeinden gekommen. Die Groß Schönebecker hatten dabei einen der längsten Anfahrtswege. Immerhin 14 Stunden Hinfahrt und 12 Stunden Rückfahrt inklusive diverser Staus und Lenkzeitpausen des Busfahrers wurden bewältigt. Entschädigung gab es aber durch die herzliche Gastfreundschaft der Fließer und ein vielseitiges und abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit Führungen und Kurzausflügen in Fließ, der Siegergemeinde der vorangegangenen Wettbewerbs. Gespräche mit den Vertretern der anderen Orte, das Knüpfen neuer Bekanntschaften und viele interessante Eindrücke vor Ort standen am Ende auf der Erlebnisliste der Groß Schönebecker.   

Besonders feierlich war die offizielle Preisverleihung am Freitag im großen Festsaal, bei der alle Gemeinden für ihre Bemühungen zu einer nachhaltigen Dorfentwicklung reichlich Applaus und Anerkennung erhielten. Ihren Auftritt auf internationaler Bühne hatten die Groß Schönebecker an diesem Tag übrigens gleich zweimal. Während des offiziellen Teils nahmen Ortsvorsteher Hans-Joachim Buhrs, die stellvertretende Schorfheider Bürgermeisterin Angela Braun, Bürgervereinsvorsitzender Jörg Mitzlaff und Kita-Leiter Tobias Biermann den Preis aus den Händen der Juroren und die Glückwünsche des Tiroler Landeshauptmanns entgegen. Am Abend standen dann noch einmal die „Original Schorfheider“ auf der Bühne und brachten mit ihrer Musik den Saal in Stimmung und etliche Gäste zum Tanzen.

Im Festzelt nebenan präsentierten sich unterdessen die Wettbewerbsteilnehmer und stellen ihre Projekte und Regionen vor. Für die Groß Schönebecker war diese freilich auch Gelegenheit, um für die Tourismusregion Schorfheide zu werben. Dass dies gut gelungen ist, zeigt wohl auch die Tatsache, dass viele Interessenten den Schorfheider Stand schon vor der Eröffnung regelrecht belagerten.

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