
Wir wissen heute, dass die Ansiedlung aus der sich später Lichterfelde entwickelte, wesentlich älter als das Gutsschloss ist, das in den Jahren um 1565 erbaut wurde. Die geschichtliche Überlieferung beginnt für Lichterfelde mit dem Jahr 1277. In einer Choriner Schenkungsurkunde, die dem Kloster das Dorf Britz mit seinem ganzen Areal zuspricht, wird bei der Grenzbeschreibung auch „ville Lichtervelde“ erwähnt. Lichterfelde, ein Kreuzangerdorf mit Gut, war in der jüngeren Vergangenheit von Bauern, Gutsarbeitern und Tagelöhnern besiedelt.

Zu den ältesten Gebäuden zählen Teile des Feldsteinbaus der Lichterfelder Kirche. Wahrscheinlich erbauten Choriner Zistersziensermönche in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts das „kleine Kirchlein“. Seit dem wurde ständig an- und umgebaut. Anno 1726 ist von Baron Geuder neben vielen Veränderungen auch ein kleines Orgelwerk errichtet worden. Die Kirche erhielt damit ihr heutiges Aussehen.Das Schloss in Lichterfelde hat seine eigene Geschichte. Es soll von dem italienischen Baumeister Joachim von Rocha aus Manilia gebaut worden sein, der auch die Festung in Spandau errichtete. Laut Sage gab es anfänglich im Schloss weder Türen noch Treppen.
In landschaftlich reizvoller Lage zwischen Höhen der südlichen Uckermark und dem Eberswalder Urstromtal liegt der Ortsteil Lichterfelde. Begrenzt wird die Gemarkung durch den Buckowsee im Westen, den Britzer See im Osten, den Werbellinsee im Norden und den Oder-Havel-Kanal im Süden. Von der oberen Ortslage hat man eine weite Sicht über das Urstromtal. Wegen der klimatischen Besonderheit findet man hier die westliche Verbreitungsgrenze einiger sonst in Deutschland nicht heimischer Vogelarten. Zum Wandern, Radfahren oder Reiten laden reizvolle Strecken am Moospfuhl und am Buckowsee entlang zu den Nachbarorten oder in die Schorfheide ein.