Ortsporträt Klandorf

Klandorfer Kirche mit Gedenkstein
Die Klandorfer Kirche im Herzen des Dorfes mit dem Gedenkstein, der an die Gründung im Jahr 1811 erinnert. Foto: Jürgen Rocholl/FACE

Schon in uralten Zeiten war die Dorfstelle besiedelt. Beim Bau der Eisenbahnlinie stieß man in der Nähe des Bahnhofes auf ein ausgedehntes Urnenfeld. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1908/09 wurden Urnen, Ringe, Haken und Bronzebeile altgermanischen Ursprungs vorgefunden.

Die Gründung Klandorfs ist auf einen Brand im Jahre 1808 in Groß Schönebeck, bei dem das Lehnschulzengut und einige Gehöfte niederbrannten, zurückzuführen. Schon im Jahr 1807 äscherte eine Feuersbrunst 12 Gehöfte ein. Um ein weiteres Unglück zu verhindern, mussten die Geschädigten ihren Heimatort verlassen und sich neu ansiedeln. So wurde das Dorf Klandorf gegründet.

Im Jahre 1869 weihten die Klandorfer ihre Kirche ein. Die Schule ist im Jahre 1819 erbaut worden. Bahnanschluß der Reinicken-Liebenwalde-Groß Schönebecker Eisenbahn erhielt der Ort im Jahre 1901.

Episode aus dem Dorf

Es wird erzählt, dass dem Dorfschmied von Klandorf eine Arbeit missglückte und dieser Misserfolg zum Vorteil für Klandorf wurde. Im ersten Weltkrieg wurde Buntmetall für die Rüstung gebraucht. Überall mussten damals die Kirchenglocken herhalten. Jedoch war im Turm die Balkenanlage so eng, dass die Glocke nicht hinuntergebracht werden konnte. Somit sollte die Glocke an Ort und Stelle zertrümmert werden. Die wuchtigen Schläge des Schmiedemeisters auf die Glocke blieben jedoch ohne Erfolg und somit war der Erhalt der Glocke in Klandorf gesichert.

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