Klandorf

Das kleine Örtchen wurde 1811 gegründet. Die Gründung des Ortes Klandorf schloss sich an einen Brand in Groß Schönebeck an. 1808 war dort zum zweiten Mal ein Großbrand ausgebrochen, der mehrere Gehöfte vernichtete. Um eine weitere Feuersbrunst zu verhindern, mussten die Geschädigten woanders ansiedeln. So entstand Klandorf.

Erste Siedlungen reichen jedoch vermutlich noch früher zurück. Bei Ausgrabungen in den Jahren 1808/09 wurden Urnen, Ringe und Bronzeteile altgermanischen Ursprungs gefunden.

Originell geschmückte Vorgärten zur 200-Jahr-Feier in Klandorf

Auffällig an dem Ort sind der breite Verlauf der Dorfstraße und die Entfernung der einzelnen Gehöfte voneinander. Bei der Erstbesiedlung wurden jedem Besitzer ein Haus und ein auf der gegenüberliegenden Seite befindlicher Garten zugewiesen.

Kircheneinweihung – 56 Jahre nach Siedlungsbeginn

Erst 56 Jahre nach Siedlungsbeginn wurde die Dorfkirche von Klandorf eingeweiht. In ihrer Ausrichtung folgt sie nicht der sonst üblichen Ost-West-Richtung, sondern dem Verlauf der breiten Dorfstraße. Die Kirche ist ein unverputzter Backsteinbau, welcher auf einem Granitsockel steht.

Vor dem Portal der Kirche steht eine denkmalgeschützte Eiche. Der Baum wurde nach den deutsch-französischen Kriegen im Jahre 1871 auf Geheiß von Kaiser Wilhelm I. gepflanzt. Als Friedenseiche sollte der Baum in den Himmel wachsen.

Fast verdeckt von der Friedenseiche: Klandorfs Kirche

Leben im Ort

In Klandorf gibt es eine Freiwillige Feuerwehr im Ort. Eine Grundschule, eine Kita und zwei Arztpraxen befinden sich im benachbarten Groß Schönebeck. In dem circa 5 Kilometer entfernten Nachbarort gibt es ebenfalls einen Jugendclub. Die kleine Bahnstation der Heidekrautbahn empfängt Besucher am Ortseingang von Klandorf. Der Zug verkehrt zwischen Berlin-Karow und Groß Schönebeck.

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