Stolpersteine in Finowfurt

In Finowfurt wurden durch den Künstler Gunter Demnig am 30. März 2015 drei Stolpersteine verlegt. Die Stolpersteine befinden sich vor dem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus der jüdischen Familie Mahler in der Hauptstraße 165. Die jüdische Kaufmannsfamilie wurde Opfer des NS-Terrors.

Aus dem Leben der Opfer

SchülerInnen der Schule Finowfurt recherchierten die Biografien der Opfer.

Moritz Mahler (geb. am 30.12.1875) lebte mit seiner Frau Else und seinen beiden Töchtern Hertha und Ruth in Finowfurt, in der heutigen Hauptstraße 165. Hier gründete er 1888 ein Kaufhaus, das bei allen Einwohnern sehr beliebt war. Das Angebot umfasste Lebensmittel und Stoffe. Gleichzeitig war das Kaufhaus ein Ausbildungsbetrieb.

Zeitzeugen berichteten, dass Moritz Mahler ein sehr vertrauensvoller und hilfsbereiter Mann war. Er tat viel für die Menschen in seiner Umgebung. Arbeitslose oder ärmere Familien konnten in seinem Kaufhaus einkaufen und die Waren später abbezahlen. Moritz Mahler ließ niemanden im Stich, hieß es.

1938 zündeten die Nazis sein Kaufhaus an. Es wurde genau beobachtet, wer beim Juden einkaufte. Die Namen dieser Menschen wurden in Bäume eingeritzt.

Ebenfalls 1938 mussten Moritz Mahler und seine Töchter – seine Frau war bereits verstorben – plötzlich nach Berlin in eine Übergangswohnung ziehen. Moritz Mahler arbeitete dort noch einige Jahre in der Rüstungsindustrie. 1942 wurde er deportiert. Ein Jahr später wurden seine beiden Töchter in das Vernichtungslager Auschwitz abtransportiert.

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Donnerstag, 25. Mai 2017
Schauflößen am Flößerplatz in Finowfurt
Am 25. Mai 2016 laden die Finowfurter Flößer von 10:00 bis 16:00 Uhr zum traditionelle Schauflößen ein.
Samstag, 27. Mai 2017
Verlagsvorstellung: Corvinus Presse
Ab 19 Uhr lesen im Lyrikhaus Joachimsthal Gerd Adloff und Petrus Akkordeon. Gisbert Amm spricht mit Verlagsgründer und -betreiber Hendrik Liersch.

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